Cyberangriff Motiv - der Text Cyber Attack steht in Leuchtschrift auf dunklem Hintergrund
Präventions-Tipps

Cyberangriff: So können Sie sich schützen

Ein Cyberangriff kann jeden treffen – zumal Hacker und Kriminelle nicht müde werden, sich immer neue Methoden auszudenken. Bei uns finden Sie einen Überblick über die gängigsten Arten von Cyberangriffen sowie hilfreiche Tipps, um es Angreifern schwer zu machen.

   Definition

Was sind Cyberangriffe?

Ein Cyberangriff ist eine böswillige Handlung, die über digitale Medien und Kanäle wie das Internet stattfindet. Die Angreifer – zum Beispiel Cyberkriminelle, Hacker oder staatliche Akteure – attackieren dabei Computer, Netzwerke oder ganze IT-Infrastrukturen mithilfe digitaler Technologie.

Ziel und Ablauf eines Cyberangriffs

Das Ziel eines Cyberangriffs kann vielfältig sein und hängt von den Absichten der Angreifer ab. Häufig geht es um Datendiebstahl, meist mit dem übergeordneten Plan, sich finanziell zu bereichern. Auch direkte Erpressung ist möglich. Andere Angriffe zielen darauf ab, Schaden anzurichten – entweder an einem System (indem die Angreifer Computer- oder Netzwerksysteme sabotieren und so Störungen herbeiführen) oder am Ruf eines Unternehmens oder einer Person (indem Angreifer zum Beispiel sensible Daten oder private Informationen öffentlich machen). Vor allem staatliche Akteure wie Geheimdienste zielen außerdem darauf ab, Geheimnisse auszuspionieren und so politische, militärische oder wirtschaftliche Vorteile zu erlangen.

So unterschiedlich die Absichten der Angreifer, so verschieden ist auch der Ablauf eines Cyberangriffs. Grob lässt sich jede Attacke jedoch in fünf Phasen einteilen:

  1. Vorbereitung: In dieser Phase planen die Angreifer den Angriff. Sie identifizieren potenzielle Ziele sowie Schwachstellen in Systemen oder Netzwerken und sammeln Informationen über ihr Opfer.
  2. Eingriff: Mittels verschiedener Methoden dringen die Angreifer in das Zielnetzwerk oder den Computer ein. Welche Methode sie dabei nutzen, hängt von der Art des Cyberangriffs ab.
  3. Ausbreitung: Einmal eingedrungen versuchen die Angreifer, nicht entdeckt zu werden. Denn je länger sie ihre Präsenz verbergen können, auf desto mehr Daten und Bereiche des Systems können sie zugreifen.
  4. Abschluss: Der Fokus liegt natürlich jederzeit auf dem eigentlichen Angriffsziel. Ist dieses erreicht, gilt die Attacke als erfolgreich und die Angreifer leiten das Ende des Cyberangriffs ein.
  5. Abgang: Anschließend versuchen die Angreifer, ihre Spuren zu verwischen. In vielen Fällen hinterlassen sie aber eine Art »Hintertür«, durch die sie immer wieder ins System eindringen können.

Verschiedene Arten von Cyberattacken

Die genauen Schritte variieren nach Art der Attacke. Denn Cyberangriff ist nicht gleich Cyberangriff. Was sie in erster Linie voneinander unterscheidet, ist die Methode, mit der sich Angreifer Zugang zu dem System verschaffen.

  • Phishing bedeutet, dass Angreifer zum Beispiel gefälschte E-Mails versenden oder auf gefälschte Webseiten locken. Diese wirken auf den ersten Blick so, als würden sie von vertrauenswürdigen Quellen stammen und fragen meist Informationen wie Passwörter oder sensible Daten ab.
  • Ransomware (von englisch »ransom« für »Lösegeld«) ist eine Art von schädlicher Software, welche die Daten auf einem Gerät oder einem Netzwerk verschlüsselt. Angreifer verlangen anschließend ein Lösegeld, um die Daten wieder freizugeben.
  • Malware (von englisch »malicious« für »bösartig«) fällt ebenfalls in die Kategorie Schadsoftware beziehungsweise ist ein Überbegriff für diese. Bei Cyberangriffen kommen vor allem Programme wie Trojaner und Spyware (von englisch »to spy« für »spionieren«) zum Einsatz.

  • Brute Force (»rohe Gewalt«) meint eine Methode, bei der Angreifer systematisch alle möglichen Passwortkombinationen durchgehen, bis sie das richtige Passwort gefunden haben.
  • DoS (Denial of Service, englisch für »Verweigerung des Dienstes«) steht für eine Vorgehensweise, bei der ein Netzwerk, eine Website oder ein Dienst überlastet wird. Dazu senden die Angreifer eine große Anzahl von Anfragen gleichzeitig.
  • Man-in-the-Middle (»Mann in der Mitte«) ist eine Angriffsform, bei der ein Angreifer die Kommunikation zwischen zwei Parteien abfängt und/oder manipuliert. So kann er an wichtige Informationen gelangen.
  • SQL-Injections (»SQL-Einschleusungen«, wobei es sich bei »SQL« um eine Datenbanksprache handelt) funktionieren mittels bösartiger Codefragmente. Diese schleusen die Angreifer in Eingabefelder auf Webseiten und Plattformen ein.

So können Sie einen Cyberangriff verhindern und abwehren

Jede Methode und Art von Cyberangriffen hat ihre eigenen Tücken und Herausforderungen. Es gibt jedoch ein paar allgemeine Maßnahmen, mit denen Sie sich vor Cyberangriffen schützen und die Auswirkungen der Attacken minimieren können:

  1. Verwenden Sie starke und einzigartige Passwörter für alle Ihre Konten und ändern Sie diese regelmäßig!
  2. Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für eine zusätzliche Absicherung!
  3. Installieren Sie Firewalls und zuverlässige Antivirus-Programme, die potenzielle Bedrohungen erkennen und blockieren.
  4. Halten Sie Ihre Betriebssysteme, Anwendungen und Sicherheitssoftware auf dem neuesten Stand, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen!
  5. Aktualisieren Sie regelmäßig wichtige Sicherheitszertifikate (beispielsweise für das Verschlüsselungsprotokoll SSL) für Ihre Webseite oder Ihr System!
  6. Erstellen Sie regelmäßige Sicherungskopien Ihrer wichtigen Daten und speichern Sie diese an einem sicheren Ort!
  7. Behalten Sie kontinuierlich Ihr Netzwerk im Blick und setzen Sie Software ein, die den Datenverkehr auf verdächtige Aktivitäten überwacht!
  8. Entwickeln Sie einen Notfallplan, welcher Maßnahmen zur Reaktion auf einen möglichen Angriff und zur Wiederherstellung der Systeme umfasst!
  9. Für Unternehmen gilt außerdem: Schulen und sensibilisieren Sie Mitarbeiter regelmäßig und implementieren Sie klare Sicherheitsrichtlinien für den Zugriff auf sensible Daten!

Da Cyberattacken divers sind, kann keine einzelne Maßnahme alle Bedrohungen abwehren. Doch durch eine Mischung aus strengen Sicherheitsvorkehrungen, regelmäßigen Überprüfungen Ihrer Systeme und gesundem Menschenverstand lässt sich das Risiko von Cyberangriffen deutlich minimieren.

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Häufig gestellte Fragen zu Cyberangriffen

Wie bemerke ich einen Cyberangriff?

Anzeichen für Cyberangriff sind leider oft uneindeutig und können auch andere Gründe haben. Sie umfassen zum Beispiel ungewöhnlich hohen Datenverkehr in Ihrem Netzwerk, langsame Reaktionen Ihres Computers oder unbekannte Dateien, die plötzlich auf Ihrem Gerät auftauchen. Manche Cyberangriffe bleiben allerdings auch komplett unbemerkt.

Was unterscheidet einen Cyberangriff von einem Virus?

Ein Cyberangriff läuft in der Regel sehr gezielt ab. Ein Virus hingegen ist eine spezifische Art von schädlicher Software (Malware), die sich selbst vermehrt und Computersysteme relativ beliebig infiziert.

Was ist CDN im Zusammenhang mit Cyberangriffen?

Ein Content Delivery Network (CDN) ist ein Netzwerk, das Inhalte wie Bilder und Webseiten speichert und weltweit verteilt. Ein CDN kann dazu beitragen, DDoS-Angriffe abzumildern und die Widerstandsfähigkeit einer Webseite zu erhöhen. Auf der anderen Seite kann ein CDN aber auch selbst zum Ziel eines Angriffs werden.

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