Fehler und richtige Lösung

Wahl einer SEO-freundlichen URL: 6 vermeidbare Fehler

Wenn Sie eine Domain für Ihre Firma oder ein Projekt wählen und die Struktur der URL bestimmen, stellen Sie die Weichen für die digitale Zukunft. Ihre Entscheidungen zu Beginn eines Domain-Projekts können später den Erfolg der  Suchmaschinenoptimierung (SEO) beeinflussen. Erfahren Sie, welche Fehler Sie von Anfang an vermeiden sollten.

So ist eine URL aufgebaut!

Sechs URL-Fehler, die Sie schon zum Projektstart vermeiden sollten

1. Die URL als Zeichenchaos

Die URL einzelner Unterseiten Ihrer Website sollte nicht die Struktur des Redaktionssystems (CMS) wiedergeben, sondern für den Nutzer und auch für die Suchmaschine einer erkennbaren Logik folgen. In einem Webshop steht dann etwa »www.domain.de/kategorie/produkt« und keine Folge unverständlicher Zeichen wie im folgenden Beispiel:

Dies macht es Nutzern nicht nur leichter, auf einen Blick zu erkennen, wo sie sich befinden – es erleichtert auch den sogenannten Crawlern von Google und anderen Suchmaschinen, Ihre Seitenstruktur zu verstehen. Die Folge: Sie ranken mit Ihrer Website in den Suchergebnissen wahrscheinlich auf einer besseren Position.

2. Stoppwörter in der URL

Damit die URL nicht zu lang wird, sollten Sie Stoppwörter wie »und« oder »oder« verbannen. Diese bringen Ihnen bei der Indexierung durch Suchmaschinen keine Vorteile, verlängern aber unnötig Ihre Domain oder URL. In den Suchergebnissen können gut strukturierte Daten zudem als Breadcrumbs erkannt und dargestellt werden: Hier zeigt Google dann nicht die tatsächliche HTML-Struktur der Seite, sondern eine übersichtliche Abfolge von Unterpunkten wie etwa »https://url.de > produkte > webseitenpakete«.

3. Die falsche Domainendung gewählt

Grundsätzlich straft Google keine spezifischen Top-Level-Domains wie .de, .net oder .eu ab. Länderspezifische Domains bedeuten allerdings für Google und Nutzer gleichermaßen, dass eine Seite für dieses Land eine höhere Relevanz hat. Entsprechend bekommen zum Beispiel Nutzer in Frankreich nicht nur häufiger ».fr«-Domains von Google vorgesetzt, es besteht auch eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass sie diese anklicken. In China werden Suchergebnisse, die nicht auf ».cn« oder ».com« enden, von der lokalen Suchmaschine Baidu sogar nicht ausgespielt. Sie sollten also bei der Wahl der Domainendung Ihren Markt bereits im Hinterkopf haben.

4. Eine zu lange Domain

Der Name einer Second-Level-Domain kann bis zu 63 Zeichen lang sein. Reizen Sie dies aber möglichst nicht aus: Je länger die Domain, desto weniger einprägsam ist sie für den Nutzer. Zudem wird die Eingabe fehleranfälliger.

5. Keine SSL-Verschlüsselung eingerichtet

Heutzutage ist die SSL-Verschlüsselung per »HTTPS« statt »HTTP« Pflicht. Browser wie zum Beispiel Chrome klassifizieren Webseiten, die nicht mit der sicheren Verschlüsselung »HTTPS« arbeiten, direkt als potenzielle Bedrohung. Google straft diese Seiten in den Suchergebnissen schon seit 2014 ab. Der Browser Chrome und seine Derivate auf Smartphones warnen bei Seiten ohne HTTPS direkt vor einer unsicheren Verbindung – und fordern Nutzer direkt dazu auf, woanders hin zu navigieren. So verlieren Sie definitiv Traffic. Gehen Sie also in jedem Fall den Extraschritt mit »HTTPS« durch eine Verschlüsselung der Daten zwischen Server und Browser, um das Vertrauen der Nutzer zu erwecken. Seit der Einführung der DSGVO im Mai 2018 ist SSL-Verschlüsselung zudem bei allen Webseiten, die Kontaktformulare beinhalten oder Newsletter-Anmeldungen ermöglichen, verpflichtend.

6. Keine Keywords in der URL

Keywords in der URL können das Ranking beeinflussen, auch wenn deren Relevanz unter SEO-Experten umstritten ist. Fakt ist, dass eine gute URL-Struktur für die Übersichtlichkeit lesbare Informationen beinhalten sollte. Achten Sie darauf, dass Sie dabei nicht zu spezifisch werden, damit Sie später neue Kategorien und Produkte zur Website hinzufügen können, ohne alles umbauen zu müssen.

Die richtige URL als erster Schritt zu guter SEO

Die Wahl der richtigen URL-Struktur bedeutet am Anfang etwas Arbeit, ist aber der Grundstein für langfristige SEO-Erfolge. Sie wollen mehr zum Thema erfahren und weitere nützliche Tipps bekommen? Dann registrieren Sie sich kostenlos und informieren Sie sich mit unserem Whitepaper »Domain-Strategie: Von Namenswahl zu Markenrecht«.

Lesen Sie als Nächstes

Was ist SEO? Erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung definiert

Wenn Sie auf Google und anderen Suchmaschinen ranken wollen, ist eine effiziente SEO-Strategie unverzichtbar. Doch was genau bedeutet SEO? Und ...
Weitere Artikel zum Thema

Vertipperdomains: Fünf Tipps zu Prävention und Umgang

Typosquatter sind Trittbrettfahrer, die Vertipperdomains zu Ihrer Webseite registrieren. Auf diesen schalten sie Werbung, betreiben Phishing oder locken fehlgeleitete Seitenbesucher ...
Soziale Netzwerke vs. eigene Domain

Sind Domains bald nutzlos?

Ob Unternehmen oder einzelne Nutzer – soziale Netzwerke erscheinen heute vielen als perfekte Lösung, um sich zu präsentieren und Informationen ...

6 Fehler in der internationalen Domain-Strategie

Bei der internationalen Domain-Strategie lauern einige Stolperfallen. Nicht alle haben so klangvolle Namen wie der Dash of Death, aber sie ...